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Trinkwasseraufbereitung

Minneapolis misst die Qualität des Rohwassers mithilfe von Muscheln

Nahaufnahme von Muscheln, die in Minneapolis zur Echtzeitüberwachung genutzt werden, um Qualitätsveränderungen im Flusswasser zu erkennen
Herausforderung

Das Trinkwasser der Bürger von Minneapolis stammt aus dem Mississippi. Deshalb sind zuverlässige Instrumente erforderlich, um die Flusswasserqualität zu messen und zu überwachen sowie die Aufbereitung und andere Prozesse zu steuern.

Die Lösung

spectro::lyser V3
con::cube V3
ruck::sack

Ergebnisse

Das Biomonitoring-System liefert die für den Schutz der Trinkwasserqualität erforderlichen Echtzeitdaten und warnt den Versorger, wenn ein rasches Eingreifen erforderlich ist.

Die Stadt Minneapolis pumpt jedes Jahr gut 83 Milliarden Liter Rohwasser aus dem Mississippi, um die Kommune mit Trinkwasser zu versorgen. Um die Wasserqualität des Flusses proaktiv überwachen zu können, setzt Minneapolis dabei auf eher ungewöhnliche Partner: Muscheln.

Muscheln werden oft als „die Leber des Flusses“ bezeichnet, da sie die Trübung verringern und schädliche Algen herausfiltern. Sie öffnen und schließen sich auf natürliche Weise bei Veränderungen der Wasserqualität. Dabei fressen diese Filtrierer nahezu alles, womit sie im offenen Wasser in Kontakt kommen. Stoßen sie jedoch auf einen Schadstoff, der ihnen nicht mundet, schließen sie die Schale. Das macht sie zum perfekten Partner für jeden Wasserversorger, der die Qualität des von ihm genutzten Flusswassers im Blick behalten möchte.

Ein Biomonitoring-System für die Trinkwasseraufbereitung

Beim Minneapolis Water Treatment and Distribution Services leben 15 Muscheln in einem Becken, in das kontinuierlich Wasser aus dem Mississippi eingeleitet wird. Kleine Magnete und Sensoren an der Ober- und Unterseite der Muschelschalen überwachen dabei kontinuierlich und in Echtzeit den Öffnungsgrad jeder Muschelschale. Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Neptune and Company integrierte Badger Meter eine Vielzahl statistischer Berechnungen, die identifizieren, welches Muschelverhalten auf das Vorhandensein von Wassertoxinen hindeuten könnten. Zeigen innerhalb eines benutzerdefinierten Zeitraums genügend Muscheln ein solches Verhalten, meldet das System dies als potenzielles Kontaminationsereignis an die Software zur Überwachung der Wasserqualität, und der Versorger kann den Vorfall untersuchen.

A spectro::lyser measures source water quality at Minneapolis Water Treatment and Distribution Services.

Ein spectro::lyser misst die Qualität des Rohwassers bei Minneapolis Water Treatment and Distribution Services.

Oben, in demselben Becken, misst eine spectro::lyser V3-Spektrometersonde die Flusswasserqualität hinsichtlich Benzol, Toluol und Xylol (BTX), Temperatur, Nitrat, Gesamtgehalt an organischem Kohlenstoff (TOC), gelöstem organischem Kohlenstoff (DOC) und UV254. Diese Messwerte werden an das zentrale Computersystem des Versorgers zurückgemeldet. So lassen sich umfassende Daten zur Flusswasserqualität bereitstellen und die Reaktion der Muscheln validieren.

Frühwarnung, schnelle Reaktion und Vorteile für den Versorger

Schnelle Veränderungen der Wasserqualität können zudem die Aufbereitungsprozesse der Anlage stören und/oder beschädigen. Das Biomonitoring-System und die Daten des spectro::lyser werden genutzt, um den Versorger auf Umstände hinzuweisen, die ein Eingreifen erfordern. So lassen sich kostspielige Abschaltungen und Reparaturen vermeiden.

The biomonitoring system in Minneapolis includes a spectro::lyser, con::cube terminal and ruck::sack, plus 15 mussels.

Das in Minneapolis installierte Biomonitoring-System umfasst einen spectro::lyser v3, ein con::cube v3 IoT-Terminal plus ruck::sack sowie 15 Muscheln.

Zwar werden die Muscheln in Minneapolis bereits seit 2007 eingesetzt, doch wurde der spectro::lyser erst kürzlich um eine tauchfähige, selbstreinigende Bürste, den ruck::sack, erweitert. Das trägt dazu bei, die Wartungskosten zu senken und die Verwaltung der Geräte zur Überwachung der Wasserqualität zu vereinfachen.

„Hier in Minneapolis schützt eine robuste Lösung zur Überwachung der Wasserqualität unsere 500.000 Kunden und stellt sicher, dass sie über sicheres Trinkwasser verfügen“, so George Kraynick, Leiter der Abteilung für Wasserqualität und Laborleistungen. „Der Vorteil des Biomonitoring-Systems besteht darin, dass es rund um die Uhr eine Echtzeitüberwachung des Flusses ermöglicht. So können wir sofort Maßnahmen ergreifen, wenn sich die Wasserqualitätsparameter signifikant ändern und auf eine Verunreinigung hindeuten.“ 

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